[Bei dem folgenden Text handelt es sich um die Einführung in die Geschichtswissenschaften anlässlich des Hochschulinformationstages 2026 an der Justus-Liebig-Universität Gießen; Fotos: Hannah Van Reeth]
Vielleicht ging es ihnen ähnlich, aber, wahrscheinlich eher nicht. Meistens läuft man wohl eher vorbei und nimmt die Skulptur nur am Rande wahr. Ich allerdings weiß gar nicht, wie oft ich bislang von auswärtigen Besucher:innen, nach der Bedeutung dieses Pferdes gefragt worden bin, das da auf der Wiese vor dem Philosophikum I in der Otto-Behaghel-Straße steht. „Ich habe keine Ahnung“, habe ich dann immer gesagt. Warum ich das nicht wissen würde, ich sei doch Historiker, wurde dann oft geantwortet. Aber bis vor Kurzem wusste ich es wirklich nicht, was es mit dem Pferd auf sich hat, weder warum hier ein Pferd zu sehen ist, noch, warum das Pferd gerade hier genau richtig ist.
Beide Fragen möchte ich im Folgenden beantworten. Und wenn ich als Historiker Antworten auf Fragen gebe, dann erzähle ich Geschichte.
Es geht also um das Pferd der Geschichte oder darum, warum der „Hengst“ genau hier an der richtigen Stelle steht.
Das aber nicht in erster Linie, um ihnen etwas über eine kaum beachtete Skulptur zu erzählen, sondern um ihnen, möglicherweise angehende Geschichtslehrer:innen und Historiker:innen, zu vermitteln, was Geschichte ist, was es heißt Geschichte hier an der Universität zu „machen“ und warum es vielleicht das wichtigste Fach ist, das Sie hier an der Universität studieren könnten. Ich werde also versuchen, ihnen etwas über die Praxis der Geschichtswissenschaft, über unsere Arbeit als Historikerinnen und Historiker an der Universität Gießen, zu erzählen [1].
Dabei möchte ich gleich zu Beginn mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen, das da lautet, dass der Gegenstand der Geschichtswissenschaft die Vergangenheit sei. Das ist, um es mit dem Konstanzer Kollegen Achim Landwehr zu sagen, natürlich „Unsinn“ [2].
Geschichte, wie wir sie hier an der Universität betreiben, hat viel mehr zu tun mit dem, was ist, als mit dem was nicht mehr ist und auch nie so war. Die Geschichtswissenschaften haben es mit den multiplen Gegenwarten zu tun, sie sind Gegenwartswissenschaften. „Geschichte ist Jetzt“ [3] und Historiker:innen sind „Chronisten der Gegenwart“ [4], wie das Karl Schlögel erst unlängst formuliert hat. Oder um es, etwas weniger pathetisch, mit dem englischen Geschichtstheoretiker Keith Jenkins zu sagen: „The past has gone and history is what historians make of it, when they go to work.“ [5] Geschichte ist also das, worüber wir Historiker:innen sprechen und das, was wir Historiker:innen in der Praxis tun [6].
Folgt man jedoch einer aktuellen Studie von Microsoft [7], dann steht es um den Beruf der Historikerin und des Historikers allerdings nicht zum Besten. Angesichts Künstlicher Intelligenz und KI-gestützter Sprachmodelle scheint der Berufsstand vom Aussterben bedroht, so die Apokalypse für die historischen Institute landauf und landab: „Werden Historiker ab 2027 überflüssig?“ [8], fragte im Oktober letzten Jahres der studierte Historiker und Journalist, Sven-Felix Kellerhoff, alarmistisch und allzu voreilig.
Wir möchten mit unserem Angebot heute also zweierlei.
Zum einen ihnen etwas über unsere Arbeit erzählen und von den Geschichtswissenschaften werben und damit zugleich deutlich machen, warum sie sich keine Sorgen machen sollten. Nein, wir sind und sie werden nicht überflüssig. Ganz im Gegenteil! Nur eben etwas anders als gedacht [9].
Also zurück zu meiner Arbeit, jetzt und hier, angefangen wird mittendrin. Zurück zum Pferd und zu den Antworten auf die Fragen, warum es sich am richtigen Ort befindet.
Der „Wiehernde Hengst“, wie die Skulptur heißt, befindet sich seit 1974 hier. Geschaffen hat die Bronzeskulptur der 1889 geborene und 1981 verstorbene expressionistische Bildhauer und Grafiker Gerhard Marcks, der von den Nazis als „entarteter Künstler“ diffamiert worden war. Ursprünglich für Aachen gedacht, wurde das Pferd auf Betreiben der hiesigen Veterinärmediziner:innen nachgegossen und fand dann 1974 seinen Ort vor dem damals neuen Philosophikum I der Gießener Universität, wo es auch noch heute, 51 Jahre später, zwischen Unibibliothek und C-Gebäude steht und Teil des „Kunstwegs im Schiffenberger Tal“ ist. [10]
Wer also das Historische Institut räumlich aufsuchen möchte, muss an ihm vorbeigehen bzw. wird das Pferd zumindest mit den Blicken streifen.
Warum sich der Künstler seinerzeit für diesen Aufstellungsort entschieden kann, ist mir unbekannt. Und doch würde ich sagen, dass es sich hier genau am richtigen Ort befindet. Um das zu verdeutlichen, müssen wir Gießen allerdings kurz verlassen und den Münsteraner Hochsommer zu Beginn des 21. Jahrhunderts und die Arbeit eines bedeutenden deutschen Historikers aufsuchen.
Es ist der 18. Juli 2003, ein für die westfälische Universitätsstadt Münter ungewöhnlich heißer Sommertag, wie Ulrich Raulff berichtet [11], als Reinhart Koselleck (1923-2006) der Historikerpreis der Stadt Münster verliehen wird. [12]
Der „große“ deutsche Historiker wird die an ihn gestellten Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Wird keinen Vortrag über den Denkmalskult, die Sprache der Historiker:innen, die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ [13] oder über die sich überlagernden „Zeitschichten“ [14] halten. Er hat sich anders entschieden. Und hält einen Vortrag, zu etwas, was ihn bereits seit Jahrzehnten umgetrieben hat. Er spricht über das Pferd: „Der Aufbruch in die Moderne oder das Ende des Pferdezeitalters“ lautete der Titel seines Vortrages.
Darin ging es um nichts weniger als um die Unterbreitung des Vorschlags, die auch ihnen aus ihrem Geschichtsunterricht bekannte, tradierte Epochengliederung von Alter, Mittelalterlicher und Neuerer Geschichte [15] zu ersetzen, nämlich durch das „Vorpferde-, Pferde- und Nachpferdezeitalter“.
Und es ist genau dieser „Aufbruch in die Moderne“, die Kosellecksche „Sattelzeit“ [16] zwischen 1750 und 1850, in die die Geburtsstunde der modernen Geschichtswissenschaft fällt. Also das Fach, das sie sich vorgenommen haben, hier an unserer Universität zu studieren.
Im Zuge dieser knapp hundert Jahre etablierte und professionalisierte sich die Disziplin Geschichtswissenschaft. Sie entdeckte den Kollektivsingular „die Geschichte“, entwickelte eine eigene wissenschaftliche Methodik und verfolgte eigene Erkenntnisinteressen. [17] Und auch wenn der Literaturwissenschaftler Daniel Fulda der Metapher vom Reitsattel eine klare Absage erteilt und ihr Sinnlosigkeit attestiert, gerade weil dann zu klären wäre, „wer der Reiter ist“ [18], ließe sich doch das Marcksche Pferd vor dem Philosophikum I als ungezäumtes Pferd des Pferdezeitalters verstehen, das eben gerade noch nicht aufgesattelt wurde.
Ganz gleich aber, ob Sie mit diesem Pferd der Geschichte oder meiner „Pferdegeschichte“ [19] etwas anfangen können oder nicht, Sie sind heute an diesem „Hengst“ vorbeigegangen und sitzen jetzt so zahlreich hier, weil Sie sich für das Studium der Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen interessieren. Das freut uns zunächst einmal sehr. Seien Sie also alle recht herzlich hier willkommen! Geschichte aber, und das sollte bereits deutlich gemacht worden sein, ist nicht, sondern wird gemacht. In erster Linie von Personen…und zwar ganz konkreten.
Das Historische Institut, das sich, gemeinsam mit der Institutsbibliothek, zum größten Teil im C-Gebäude befindet, und seine Praxis in Forschung, Verwaltung und Lehre, setzt sich zusammen aus ca. 900 Studierenden, sieben Verwaltungsangestellten, 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, dem sogenannten Mittelbau; zahlreichen Lehrbeauftragten, also Personen, die von außen an unsere Uni kommen, und uns mit ihrer Expertise bei der Lehre unterstützen, also etwa vom Hessischen Rundfunk, von den Gießener Schulen oder von den hessischen Museen und Gedenkstätten. Und aus 12 Professor:innen, die die 10 Arbeitsbereiche des Historischen Instituts leiten. Insgesamt also knapp 1000 Personen. Aber nicht nur personell sind wir breit aufgestellt. Auch unsere Praxis und das, worüber und wovon wir sprechen, erstreckt sich dabei über das Vor-, das Pferde- und das Nachpferdezeitalter, auch wenn sich diese Einteilung nie und nirgendwo durchsetzen konnte. Auch nicht bei uns…trotz wieherndem Hengst.
Wir lehren und forschen also zu Fragen der Alten und Mittelalterlichen Geschichte, zur Geschichte der Frühen Neuzeit und der Neueren Geschichte, beschäftigen uns mit Aspekten der Deutschen Landesgeschichte, der Osteuropäischen, Ostmitteleuropäischen und Südosteuropäischen Geschichte, thematisieren Fragen der Zeitgeschichte, untersuchen den Umgang mit Geschichte und ihren Geschichten in der Didaktik der Geschichte und einzigartig in der Bundesrepublik verhandeln Fragen der Darstellbarkeit von Geschichte in den Massenmedien im Arbeitsbereich Fachjournalistik Geschichte.
Im Laufe eines Studiums der Geschichtswissenschaften werden Sie sich also aufgrund dieser Diversität und Breite mit vielfältigen historischen Fragestellungen, mit historischen Epochen, methodischen sowie geschichtstheoretischen und -geschichtsdidaktischen Zugriffen auseinandersetzen.
Sie werden in Vorlesungen Überblicke geboten bekommen, in Seminaren sich vertiefen, werden Praktika absolvieren, einfache und schwierige Texte lesen, Feste feiern und wissenschaftlich schreiben lernen, werden auf Exkursionen gehen, an Kolloquien teilnehmen, Handschriften entziffern, Unterrichtsstunden planen, verschiedene geschichtskulturelle Orte erkunden, Bibliotheken und Archive besuchen und Filme und Serien schauen.
Aber…
Sie werden nie in die Vergangenheit reisen. Sondern sich immer, jetzt und hier, dann und dort, mit Ihren Gegenwarten und der Gegenwart der historischen Materialien beschäftigen. Nie also mit dem, was war, sondern immer mit dem, was ist und sein könnte. Erinnern Sie sich, Geschichte und die Historiker:innen haben es mit den multiplen Gegenwarten zu tun, nicht mit dem, was nicht mehr ist. Gegenwärtige Geschichte ist die Antwort auf eine Frage. Sie wird für jemand erzählt und stellt ein Angebot dar. Man muss also etwas mit ihr machen, mit „der“ Geschichte und ihren Geschichten. Nämlich sie anzweifeln, sie widerlegen, weiter-, anders- und/oder neu erzählen.
Nein, Sie stehen dabei als Historiker:in oder als Geschichtslehrer:in nicht auf dem Feldherrenhügel und sitzen nicht im Elfenbeinturm, sondern sie sind mittendrin, jetzt und hier, im Raum des Politischen.
Das Ziel eines Studiums der Geschichtswissenschaft, ganz egal ob als Bachelor bzw. Master oder Geschichte auf Lehramt, ist es, dass sie nicht nur ein fundiertes historisches Wissen entwickeln, sondern, dass sie vielmehr lernen, reflektiert historisch zu denken, also etwa gegenwartsrelevante Zustände hinsichtlich ihres historischen Wandels analysieren und beurteilen, um sich in Zeit und Raum orientieren und an öffentlichen Debatten, an der Gestaltung von Welt, teilhaben zu können.
Dafür stellt das Geschichtsstudium einen unverzichtbaren Baustein im Rahmen Ihrer individuellen Professionalisierung dar, sei es für die historische Forschung, die verschiedenen Berufsfelder der Public History wie auch für die angehenden Geschichtslehrer:innen unter Ihnen.
Ein solches Historisch Denken lernen, so der Nachfolger auf den Lehrstuhl von Reinhart Koselleck für „Allgemeine Geschichte“ an der Universität Bielefeld, Jörn Rüsen vor knapp 30 Jahren, sei „immer (auch) ein Vorgang, in dem sich die Augen für Geschichte, für die wahrnehmbare Gegenwart der Vergangenheit öffnen.“ [20]
In dem Buch „Im Zwischenraum der Dinge“, das 2023 anlässlich des 100. Geburtstages des 2006 verstorbenen Historikers Reinhart Koselleck, erschienen ist, berichtet der Sohn des Historikers, Ruppe Koselleck, von langen Spaziergängen mit seinem Vater und dessen Sammelleidenschaft:
„Dass alle Dinge Quelle sind oder sein können, dass jeder Stein, jedes Blatt, jeder Müll Anlass und Ausgang von frei fluktuierenden und sprudelnden Gedanken war und ist, prägt mich bis heute und ich kann die astaufklaubenden und müllsammelnden Spaziergänge bis heute in meinen Erinnerungen abrufen.“ [21]
Zeitlebens hat der Historiker dieser Sammelleidenschaft gefrönt und eine umfangreiche Figurensammlung hinterlassen.
Und ob Sie es glauben oder nicht, und wahrscheinlich können Sie es sich bereits denken: das Zentrum dieser Sammlung stellten Pferdefiguren dar. [22] Für Reinhart Koselleck stellte dieses Material Möglichkeiten dar, assoziativ Unzusammenhängendes in Zusammenhänge, Kontingenzen in Kohärenzen, zu überführen, eben Abwesendes und Anwesendes zusammenzudenken und Geschichte zu erzählen.
Sie und wir machen Geschichte, indem wir erkennen, das hinter dem vermeintlich Klaren, Beiläufigen, Bekannten und Vergessenen, mehr steckt. Dass anderes möglich sein könnte, wenn wir historische Fragen stellen und Geschichte als Antwort geben. Und dann wird aus dem oft-übersehenen „wiehernden Hengst“ von Gerhard Marcks das Symbol für das was wir tun, wenn wir hier täglich zur Arbeit und zum Studium gehen: Es wird zu Geschichte und befindet sich gerade deshalb hier genau am richtigen Ort.
[1] Zur Geschichte der Geschichtswissenschaften nach der Wiedergründung und der Reorganisation des Historischen Seminars ab 1961 liegen nur verstreute Arbeiten vor. Vgl. Zernack, K. et al. (1982). Geschichtswissenschaften. Gießener Universitätsblätter 15(1), 69-82. Für die Hinweise danke ich dem Leiter des Gießener Universitätsarchivs Joachim Hendel.
[2] Landwehr, A. (2016). Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit. Essay zur Geschichtstheorie. Fischer Verlag, S. 32.
[3] Kreis, R. & Kröger, P. (Hrsg.) (2025). Geschichte ist jetzt. Fragen an die Vergangenheit, die sich alle schon einmal gestellt haben. Verlag Herder.
[4] Schlögel, K. (2025). Auf der Sandbank der Zeit. Der Historiker als Chronist der Gegenwart. Hanser.
[5] Jenkins, K. (2003). Re-thinking history. With a new preface and conversation with the author by Alun Munslow. Routledge, S. 8.
[6] Foucault, M. (2002). Zur Geschichte zurückkehren. In ders., Dits et Ecrits. Band II 1970-1975. Hg. v. D. Defert und F. Ewald (S. 331-347). Suhrkamp, Hier S. 331.
[7] Tomlinson, K. et al. (2025). Working with AI. Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations; https://arxiv.org/pdf/2507.07935 (letzter Zugriff am 12.01.2026).
[8] Kellerhof, S.-F. (2025). Werden Historiker ab 2027 überflüssig? Die Welt (17. Oktober); https://www.welt.de/geschichte/article68d10d604a958e24fe6bdb86/gefaehrdet-von-ki-werden-historiker-ab-2027-ueberfluessig.html (letzter Zugriff am 12.01.2026).
[9] Konersmann, Ralf (2026). Arbeit an der Geschichte. Suchen nach uns selbst; https://www.deutschlandfunk.de/suchen-nach-uns-selbst-100.html (letzter Zugriff 29.01.2026).
[10] Kittner, A.-E. (2024). Steine, die anstoßen. Der Gießener Kunstweg. In S. Ruby (Hrsg.), 150 Jahre Kunstgeschichte an der Universität Gießen (S. 33-50). Franz Steiner Verlag; https://www.giessen.de/Leben/Soziales-und-Gesellschaft/B%C3%BCrgerengagement/Spenden-f%C3%BCr-Gie%C3%9Fen/-Wiehernder-Hengst-Gie%C3%9Fener-Kunstweg-.php?object=tx,1894.24182.1&ModID=7&FID=2874.60953.1&sNavID=1894.306&mNavID=1894.9&NavID=1894.306&La=1 (letzter Zugriff am 12.01.2026).
[11] Raulff, U. (2013). Das letzte Jahrhundert der Pferde. Historische Hippologie nach Koselleck. In H. Locher & A. Markantonatos (Hrsg.), Reinhart Koselleck und die Politische Ikonologie (S. 96-109). Deutscher Kunstverlag, hier S. 96.
[12] Koselleck, R. (2005). Der Aufbruch in die Moderne oder das Ende des Pferdezeitalters. In B. Tillmann (Hrsg.), Historikerpreis der Stadt Münster. Die Preisträger und Laudatoren von 1981-2003 (S. 159-174). LIT-Verlag.
[13] Zu diesem maßgeblich durch Koselleck geprägten Topos vgl. jetzt Esposito, F. (2025). Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Eine Geschichte und Theorie historischer Zeiten. Konstanz University Press.
[14] Koselleck, R. (2003). Zeitschichten. In ders., Zeitschichten. Studien zur Historik (S. 19-26). Suhrkamp.
[15] Diese Gliederung geht auf den Gelehrten Christophorus Cellarius (1638-1707) zurück, der ab 1694 Professor für Rhetorik und Geschichte an der neu gegründeten Friedrichs-Universität in Halle war; vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Cellarius (letzter Zugriff am 12.01.2026).
[16] Fulda, D. (2016). Sattelzeit. Karriere und Problematik eines kulturwissenschaftlichen Zentralbegriffs. In E. Décultot & D. Fulda (Hrsg.), Sattelzeit. Historiographiegeschichtliche Revisionen (S. 1-16). de Gruyter.
[17] Vgl. bspw. Kocka, J. (2008). Geschichte als Wissenschaft. In G. Budde et al. (Hrsg.), Geschichte. Studium – Wissenschaft – Beruf (S. 12-30). Akademie-Verlag, hier bes. S. 16-19; vom Bruch, R. (2002). Geschichtswissenschaft. In S. Jordan (Hrsg.), Lexikon Geschichtswissenschaft. Hundert Grundbegriffe (S. 124-130). Reclam.
[18] Fulda (Anm. 16), S. 3.
[19] Ausführlich zur “Pferdegeschichte” vgl. Raulff, U. (2015). Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung. C.H.Beck.
[20] Rüsen, J. (1997). Historisches Lernen. In K. Bergmann et al. (Hrsg.), Handbuch Geschichtsdidaktik. 5. Aufl. (S. 261-265). Kallmeyer, hier S. 264-265.
[21] Koselleck, R. (2023). Viele Pferde und ein Schloss. In L. Regazzoni (Hrsg.), Im Zwischenraum der Dinge. Eine Annäherung an die Figurensammlung Reinhart Kosellecks (S. 45-48). transcript, hier S. 46.
[22] Dunkhase, J. E. (2023). Koselleck und das Pferd oder das Ende des Dingzeitalters. In L. Regazzoni (Hrsg.), Im Zwischenraum der Dinge. Eine Annäherung an die Figurensammlung Reinhart Kosellecks (S. 123-130). transcript.
